Über das Kabarettistische

Der Austria Presse Agentur haben Sie gesagt, das Kanzleramt wäre nur ein Zwischenschritt. Was wollen Sie denn danach werden?

Wer weiß, vielleicht werde ich Schriftsteller.

Schriftsteller?

Oder Kabarettist. Vieles ist möglich. Nach einer Kanzlerschaft ist das Leben ja nicht zu Ende.

Es war ganz klar, dass diese Passage aus einem Interview früher oder später Verwirrung stiften musste. Die Pinnwände einiger Landesparteien und Bezirksorganisation wirken heute so, als würden sie von Anonymous, Kabarettisten oder subversiven Parteimitgliedern gewartet. Man kann echt nicht mehr von Fake unterscheiden:

Früher waren Patrioten in der Politik und Verbrecher im Gefängnis. Heute ist es umgekehrt.

Früher waren Patrioten in der Politik und Verbrecher im Gefängnis. Heute ist es umgekehrt.

Warum postet eine Partei, in der rechtskräftig Verurteilte z.B. als Abgeordnete zum Nationalrat tätig sind, so ein Foto?

Wahltag ist Zahltag

Wahltag ist Zahltag

Warum postet eine Partei den ungefähr 30 Jahre alten Slogan „Wahltag ist Zahltag“, nachdem sie 3 Landtagswahlen hintereinander unterschiedlich schlimm verloren hat?

Tschuschen lieb?

Tschuschen lieb?

Wer hat sich dabei was gedacht? Sind Tschuschen schwarz? Und warum ist der Hetzer gelb? Wer identifiziert sich mit gelb? Ist es lustig, wenn Gelbe auf Schwarze schimpfen? Ist das nicht lieb?

Danke für deinen Bericht. Wir haben das von dir gemeldete Foto geprüft und festgestellt, dass es nicht gegen die Facebook-Gemeinschaftsstandards zu Hassbotschaften, die u.a. Beiträge oder Fotos, die Menschen aufgrund ihrer ethnischen Herkunft, ihres Geburtslandes, ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, Behinderung oder ihres Gesundheitszustands angreifen umfassen, verstößt.

Update Das „liebe“ Kükenfoto hat’s nun auch in die Zeitungen geschafft, wo als erste Stellungnahme protokolliert wurde:

„Das sind ja liebe Viecherl“, sagt der geschäftsführende Obmann der Ortsgruppe Heidenreichstein, Peter Immervoll. Er ist sich keiner Schuld bewusst: „Es geht ja um die Enten. Und es ist mir ehrlich gesagt wurst, weil die Enten sind ja lieb.“

 

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Eine Antwort zu Über das Kabarettistische

  1. Pingback: Über die Zahltage | Dominik Lagushkin

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