Über Einreiseformalitäten

Immer mehr so genannte „freie“ und „demokratische“ und „zivilisierte“ Staaten scheinen sich einen Spaß daraus zu machen, die werten Einreisenden bei der Grenzkontrolle bis auf die digitale Unterhose auszuziehen. Inklusive, versteht sich.

Bekanntester Vorreiter war das Land der Unbegrenzten Möglichkeiten, in dem einfach alles möglich ist:

Wer sich im Flugzeug in die USA begibt, muss damit rechnen, dass Laptops, Smartphones und andere elektronische Geräte beim Grenzübertritt durchsucht werden – und zwar nicht nur von außen, sondern auch auf ihre Inhalte. Seit vergangenem Jahr machen Horrorstorys die Runde, laut denen Geschäftsreisende gar ihre gesamten Geräte abgeben mussten, um sie dann erst nach vielen Monaten wieder zurückzuerhalten. Auch über das Kopieren von Festplatten und das Drängen nach der Herausgabe von Verschlüsselungspasswörtern wurde von Betroffenen bereits berichtet. (Quelle: heise)

Derfn de des, fragen wir uns.

„Wenn man nun aber die Frage stellt, ob die Regierung ihre Laptops öffnen, Dokumente und E-Mails lesen, Fotos betrachten und alle Websites durchsuchen darf, die sie besucht haben – und das alles ohne Verdachtsmomente“ (Quelle: heise)

Der Trick ist ganz einfach:

  • Man beschließt eine Verfassung, die zahlreiche Bürgerrechte einräumt
  • Man beschließt Verfassungszusätze, die noch mehr Bürgerrechte einräumen
  • Man beschließt Gesetze, die unter bestimmten Umständen die Verfassung außer Kraft setzen
  • Man verschärft jährlich die Gesetze, weil man neue „Bedrohungsszenarien“ erkennt

Früher kannte man das nur von Ostblockstaaten (o.k., „früher“ gabs auch noch weniger Laptops und USB-Sticks und Smartphones und Digitalkameras), aber da war klar: das waren Die Bösen, was soll man sich schon erwarten. Aber dass das Die Guten, die der Welt alltäglich Freiheit und Demokratie bringen wollen, auch so tun, oder wie?

Nun macht die Kunde die Runde, auch andere Staaten würden sich an der Erweiterung der Bürgerrechte beteiligen.

Jüngst war das die Wiege der neuzeitlichen Demokratie:

Die Generaldirektion des französischen Zolls hat eingeräumt, dass alle elektronischen Geräte bei einer Kontrolle an der Grenze durchsucht werden können.

Zollbeamte dürfen demnach „Güter, Transportmittel und Personentransporter“ inspizieren. Handys oder Laptops fallen darunter. Dabei müssen keine Verdachtsmomente für eine Straftat vorliegen. (Quelle: heise)

Na dann, auf in die Zukunft!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Überwachung, Einreise veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eigenen Gedanken verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s