Über noch mehr Wahlkampfvideos

Nach unserer historischen Bestandsaufnahme und dem ersten Bewerber für den peinlichsten Spot des Jahres widmen wir uns der Konkurrenz, die nun auch staatstragend  um die Gunst des Wählerinnenvolks zu buhlen vorgeben, durch die gewählte Umsetzung in Videoform aber eher Himbeeren verdienten, als irgendeine wohlwollende Zustimmung.

Beweisstück #1

Wer auch immer den Titel „Aufgehts“ erfunden hat – ab zurück auf die Schulbank.

Wer sich das Weiterbestehen der flächendeckenden Ausbeutung männlicher Jugendlicher, im Volksmund „Präsenzdienst und Zivildienst“ als Erfolg auf die Fahnen heftet, wo doch nur rechtzeitiger Schneefall in den schwarzen Bundesländern für das eindeutige Abstimmungsergebnis verantwortlich ist, sollte sich eher schämen, als damit zu prahlen.

Hoffnung in Kärnten, Mehrheit in NÖ, Sicherheit in Tirol (süß, dort „98,3%“ einzublenden, wo das Wahlergebnis doch 39,35% war), LH in Salzburg… alles „Errungenschaften“, die in Wahrheit einen viermaligen Verlust an Wählerstimmen kaschieren sollen:

Anzahl Wahlen. (bitte die Prozentzahlen ignorieren) (c) Volker Plass

Anzahl Wahlen. (bitte die Prozentzahlen ignorieren) (c) Volker Plass

Wählerstimmen (c) derstandard.at

Wählerstimmen (c) derstandard.at

Aus all diesen Stimmenverlusten eine Chance auf das Bundeskanzleramt zu konstruieren, scheint doch mehr als gewagt.

Beweisstück #2

Kaum verwunderlich, dass die Grünen endlich in der obersten Liga mitspielen wollen. Schon eher verwunderlich, dass man leichtfertig bereit ist, der Gleichen „je mehr Stimmen wir wollen, umso peinlicher muss unser Video sein“, und mit folgendem Machwerk künftig die Kinobesucher verärgern wollen:

Deutlicher kann man wohl nicht illustrieren, woran’s bei den Grünen im Wahlkampf hapert.

Die Situation kann nicht einmal mehr der Verein Freunde der Tagespolitik retten, wenn den „Wertewahlkampf“ thematisiert

Verein: Grüne Werte braucht das Land

Verein: Grüne Werte braucht das Land

Nur noch das Tipfelchen auf dem ü macht dann die aktuelle Umfrage auf heute.at aus, bei der man das gesammelte Elend begutachten und für das „Beste“ abstimmen kann. Autsch.

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