Über das „Eck, wo wir nicht hingehören“

Die Bläulinge sehen sich immer wieder genötigt, darauf hinzuweisen, dass ihre öffentliche Darstellung ganz und garnicht ihrer Realität entspricht, weil nämlich ihre Gegner, seien es die „politischen Mitbewerber“, die „politischen Gegner“, die „Medien“, oder einfach nur „man“, also die 80% der Wahlbevölkerung, die nicht bereit sind, diese …. ähm … Partei zu wählen, alle so geil auf Ecken sind, in die sie die Blauen stellen, oder drängen, wollen.

Wobei die Sprachschützer gerne das Relativpronomen „wo“ verwenden:

"FPÖ im Eck, wo"

„FPÖ im Eck, wo“

Auswahlsweise Fundorte: Presse, News, Standard, TT, Neuwal (ZiB2) (alles Interviews), Strache Facebook.

Na gut, akzeptiert. Sind halt alle böse.

Aber, ääähm.

Dann schauen wir uns eben an, welches Eck es denn wäre, wo sich der Bepeoh und seine Partei hingehörig fühlen täten.

HC gefällt Petition von Königshofer

HC gefällt Petition von Königshofer

Dem HC gefällt also eine Einladung der Gruppe FPÖ Freiheit ist wählbar, eine Online-Petition des Herrn Königshofer zu unterzeichnen.

Nur zur Erinnerung:

Über Herrn Königshofer berichtet die Gutmenschenwickipädia, seine Vergangenheit läge bei der NDP, dann beim RFS, und schließlich in der FPÖ, und nutzte seine Amtszeit als Abgeordneter zum Nationalrat dazu, um gegenüber Homosexuellen ausfällig zu werden, sich auf Facebook mit Nazis anzufreunden. Ein eher unpassender Kommentar zu Attentat in Norwegen brachte ihm schließlich den Parteiausschluss ein. Seitdem schlägt er sich mit einigen Gerichtsverfahren, u.a. wegen Verhetzung, herum.

Und noch eine Erinnerung:

Besagte Gruppe verbreitete jüngst auch die Phantasiezahlen, die seit Jahr und Tag bei blau und rechts so gern verbreitet werden

Freiheitliche Wählbarkeit in Not

Freiheitliche Wählbarkeit in Not

Freundlicherweise stellten sich die Blutgruppe und ihre Kommentatoren kostenlos zur Verfügung, um die Unwählbaren in ihrem Irrtum aufzuklären:

Fakt ist, dass die Tageszeitung “Der Standard” im Zuge der Berichterstattung zu der Causa bekanntgab, dass sich Strache mit den von ihm veröffentlichten Zahlen direkt aus einer mehr als fragwürdigen Quelle aus der Neonazi-Szene bedient hatte – diese entstammen nämlich laut Standard direkt einem Flugblatt der rechtsextremen Organisation “Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik (AFP).”

und so sammeln sich jeden Menge Links an, die die eigentlich eh schon jahrelang bekannte Widerlegung der Summen aus einem Paralleluniversum fundiert argumentieren:

Damit konfrontiert, wird die Verteidigungsargumentation kurios:

Auch haben wir in keiner Weise die Richtigkeit der Rechnung bestätigt,sondern sie nur als Beispiel zur Diskussion reingestellt.

Immerhin erkennt man, dass man hier aufs falsche Hetzpferd (weil lahmend) gesetzt hat

"zugespielte Zeitungsartikel"

„zugespielte Zeitungsartikel“

und über die Formulierung der „zugespielten“ Artikel werden wir uns noch länger amüsieren.

Aber eigentlich waren wir ja bei den elektromedialen Gutheißungen des Herrn S.

"Lieber Verfassungsgerichtshof"

„Lieber Verfassungsgerichtshof“

 An den Österreichischen Verfassungsgerichtshof

Er soll die Österreichische Bundesregierung mit sofortiger Wirkung absetzen und Neuwahlen ausschreiben wegen Neutralitätsgefährdung.

Petition von Ludwig Reinthaler

Wels, Österreich

Die Kommentare sagen eigentlich schon sehr viel, wenn auch nicht alles.

Ein Abgeordneter zum Nationalrat sollte wenigstens ein bissal eine Ahnung von den Institutionen unsere Staates haben. Was gälte denn sonst der Angelobungsschwur auf die Verfassung?

Und wenn man ein bissal eine Ahnung hätte, dann wüsste man auch, dass der VfGH garnicht für die Absetzung der Bundesregierung zuständig ist. Selbst wenn er wollte. Denn auch ein Verfassungsgerichtshof hat nicht einfach so die Nase gestrichen voll.

Mehr dazu, und zum bunten Lebenslauf des Petitionärs und seinen bisher eingesammelten Verurteilungen findet sich in einem aktuellen HoH-Artikel.

Einen hamma noch, einen hamma noch:

ör quelle

ÖR lädt sinnigen Spruch hoch, der im Kommentar sofort widerlegt wird.

ÖR freut sich, dass HC ihr Foto runter- und rauflädt

ÖR freut sich, dass HC ihr Foto runter- und rauflädt

Hauptinhalt der spaßigen Revolutionsseite ist

  • das Erstellen von augenkrebserregenden und verstandeslähmenden und sprachzentrumsbeleidigenden Fotos, die dann gerne von FPÖ-Funktionären und FPÖ-Fanseiten weitergepostet werden,
  • regelmäßiges Abstreiten, man sei NAZIS
  • die Forderungen: EU weg, Grenze her, UNSA Österreich
  • das Löschen und Blockieren kritischer Kommentatoren
"gegen alle, die was weiß ich was"

„gegen alle, die was weiß ich was“

Und noch ein paar ausgewählte Postings:

ör npd

 

Irgendwie haben beide recht: einerseits hat die NPD diesen Spruch verwendet

t_fb_201306_mariaandererseits aber die SVP auch

1455h480w640

 

Und dass der Oberste Inländerschützer erst jüngst ebenfalls einen Link auf einen Artikel der SVP geteilt hat… herst, Zufälle gibt’s, die gibt’s garnicht!

HC: Ausschaffung statt Abschiebung

HC: Ausschaffung statt Abschiebung

Und auf unserer blauen Seite, über deren Mitleserschaft man sich hier

"sind anscheinend von unseren Inhalten überzeugt !"

„sind anscheinend von unseren Inhalten überzeugt !“

wie da

"Für unsere BLAUE SEITE!"

„Für unsere BLAUE SEITE!“

erfreut, macht man sich darüber Gedanken, wie sie einem für unzurechnungsfähig Erklärten ihre gern zitierte Nächstenliebe angedeihen lassen können:

"Zur Info": Steinbruch, Abschiebung, Selbstjustiz, Genickschuss

„Zur Info“: Steinbruch, Abschiebung, Selbstjustiz, Genickschuss

Schön habt ihr’s da, in eurem Nicht-Eck, wo man euch nicht hingestellt hat, sondern in das ihr euch selbst begeben habt!

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5 Antworten zu Über das „Eck, wo wir nicht hingehören“

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