Über die Bildmanipulationspropaganda

Am 21.8.’14 sah sich der so genannte Zentralrat der Ex-Muslime veranlasst, folgendes Foto auf seine Facebook-Präsenz zu klatschen:

ZrdEM: "Ohne Worte"

ZrdEM: „Ohne Worte“

So ein „Ohne Worte“ ist ja recht praktisch, ähnlich aussagekräftig wie ein „Zur Info!“ oder ein „Interessant!“ oder einfach nur ein Smilie, wie es andernorts praktiziert wird, und vor allem kann man dem Poster nicht unterstellen, wo auch nichts gesagt wurde. Und wie das geschätzte Publikum die unterbreitete Information versteht, also bitte, dafür kann man ja nun wirklich nichts, oder?

Erwartungsgemäß – wobei, die Erwartung unterstellen wir jetzt, wem gegenüber auch immer –  fielen auch die empörten Reaktionen aus:

"Doppelmoral auf dem Tiefpunkt"

„Doppelmoral auf dem Tiefpunkt“

wobei nach unserem Sprachverständnis auf die erwähnte Doppelmoral auf dem Höhepunkt wäre, aber was wissen wir schon.

Die zahlreichen Hinweise in den Kommentaren, dass es sich bei dem Foto um einen alten und bekannten Fake handeln solle, wurden vom Zentralrat geflissentlich überlesen. Mission accomplished.

Werfen wir noch einen Blick auf jene, die das Foto ohneworte oder doch mitworten geteilt haben:

Puff, rattig, Höschen => steinigen

Puff, rattig, Höschen => steinigen

Und weil wir so neugierige Nasen sind, werfen wir noch kurz einen Blick auf die sachkundigen Kommentare der hiesigen IslamkritikerInnen:

"Döschen, anschaffen, Provokation, Kanacken, Muselschlampe, Gürtelstrich, Provokation"

„Döschen, anschaffen, Provokation, Kanacken, Muselschlampe, Gürtelstrich, Provokation“

Nachdem wir uns jetzt also ausführlichst den Kommentaren gewidmet haben, gehen wir fieserweise mittels der Weltnetzbildsuchmaschine, die eigentlich jeder bedienen kann, aber die wenigsten bedienen tun, noch der Herkunft des Fotos nach.

Und siehe, die Weltnetzbildsuchmaschine schlägt als Suchbegriff türbanlı kızlar vor, was nach dreimaligem Hinundherübersetzen „Mädchen mit Turban“ zu bedeuten scheint. Und siehe, turbanli scheint sogar eine Porno-Kategorie zu sein. Aber wir schweifen ab.

Jedenfalls stoßen wir auf ein ziemlich ähnliches Foto aus dem Jahr 2008, bei dem uns nur ein kleiner Unterschied aufgefallen ist

"Kopftuch kann auch Sexy sein!"

„Kopftuch kann auch Sexy sein!“

Na schau sich das einer an.

Und würden unsere Türkischkenntnisse, oder die der Weltnetzübersetzungsmaschine, über das Wort „photoshopla“ hinausgehen,  wüssten wir auch, mit welchen Worten die beiden Fotos hier und hier verglichen werden.

"photoshopla" "montaj"

„photoshopla“ „montaj“

Und jetzt noch zu den wirklich wichtigsten Fragen:

  • Was ist das Mission Statement des Zentralrats?
  • Was ist das Mission Statement der FPÖ?
  • Warum fordert man auf beiden Facebook-Seiten solche Kommentare heraus?

Und warum antwortet dort niemand auf unsere Fragen?

minirock fpö dl

 

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Eine Antwort zu Über die Bildmanipulationspropaganda

  1. Pingback: Über die Sozialscheinpropaganda | Dominik Lagushkin

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