Über den „Gefällt mir“-Fetischismus

Über den jüngsten Leidernein-Wienerstadtschulratsvizepräsidenten (LNWSSRVP) ist ja anderswo schon einiges geschrieben worden.

Seine nicht gerade türkenfreundlichen Äußerungen vor der Sternschnuppenkarriere sind wohl dokumentiert, beispielsweis auf HoH, profil, und wahrscheinlich auch noch andernorts. Wenig verblüffend, ist doch ein gewisses Spannungsverhältnis der Partei zur, ääähm, türkischstämmigen Bevölkerung auch hierorts bereits ansatzweise erörtert worden.

Egal.

Jedenfalls erregten die anlassfallbezogenen Seiten Solidarität mit Maximilian Krauss (nicht mehr aktiv) und Maximilian Krauss (PolitikerIn) einige Aufmerksamkeit, insbesondere wegen der Frage, wer die ehemalige Solidaritätsseite denn gegründet haben mag.

Da zaubert HoH doch glatt einen Screenshot aus der Zeitmaschine, der belegen soll, er selbst würde, als Undercover-Vizepräsidenten-Administrator, selbst um Solidarität für sich (also ihn) werben, alles natürlich in der dritten Person

Quelle: HoH (link)

Quelle: HoH (link)

Die Solidaritätsseite lehnt jedoch jede administrative Solidarität ab (siehe dortige Screenshots), aber für eine Seite Solidarität mit „Solidarität mit Maximilian Krauss“ ist es leider eh schon zu spät.

Ganz im Gegenteil, wird diese Darstellung auf dem Netztagebuch eines RFJ-„Politikers“ als blamable Falschmeldung gegendargestellt:

"Blamable Falschmeldung" (c) ripfl

„Blamable Falschmeldung“ (c) ripfl

Besagte Falschmeldunggegendarstellung ist gegenwärtig nur noch als Weltnetzsicherheitskopie abrufbar, und wer weiß, wie lange noch. Und wer weiß, warum sie gelöscht wurde.

Und kurz darauf war nicht nur die Soli-Seite mit einer tiefsinnigen Begründung weg

"Wer eine eigene Seite hat, braucht keine Solidarität mehr"

„Wer eine eigene Seite hat, braucht keine Solidarität mehr“

Nein, es war alles weg. ALLES! WEG!! Das Internet wurde gelöscht! Berichtet Stoppt die Rechten. Haben wir auch selbst erlebt. Nix mehr da!

Wahrscheinlich wollte man einfach mal ein Wochenende in Ruhe genießen, ohne permanent unliebsame Kommentare von den Facebook-Präsenzen zu löschen. Denn schließlich weiß doch jeder:

"Zugriffe durch offensichtliche Fakeprofile"

„Zugriffe durch offensichtliche Fakeprofile“

Klar, die Fake-Profile mussten schon öfter herhalten. Die Türken ebenfalls, sehen wir dort gerade.

Womit sich die Teufelskreise schließen:

Nämlich wurden wir in der subversiv-aufklärererischen Gruppe AKDfFA vom Beelzebub persönlich auf die geographische Placet-Konglomeration aufmerksam gemacht

"47,1% Türkei"

„47,1% Türkei“

Was für eine Freude: Herr Krauss gefällt mehr Türken als Österreichern!

Gut, mag man jetzt sagen, stern TV, linkslinksextremer kommunistischer Gutmenschenpropagandasender, da können die in ihren Erklärungen noch so viel rumdrucken. 😀 Und behaupten

Stammen besonders viele Fans aus Ländern, in denen der Promi oder das Unternehmen weitgehend unbekannt ist oder nichts zu tun hat, könnte das ein Hinweis auf „gekaufte Fans“ sein.

Und nicht sagen, wie sie das anstellen.

Also fragen wir dieses Ostküsten-Fäßbuch selbst, wozu ist es denn da? Es sei darauf hingewiesen, dass diese Funktion nur mit dem englischen Facebook ähm funktioniert. Und zwar tippe man in die Facebook-Adresszeile

People who like Maximilian Krauss and spoken Turkish

oder folge dem Netzhinweis People who like Maximilian Krauss and spoken Turkish.

Na schau sich das einer an!

Wie soll man sich das erklären? NSA-Hacker? Feige linkslinke Cyberkriminelle?

Kann es sein, dass die oben erwähnten „Fake-Profile“ alle aus der Türkei „zugriffen“? Und dabei ein Like hinterließen? Oder sollen wir auf eine Attacke von linkslinken Cyberkriminellen tippen?

Oder hat der Jung-„PolitikerIn“ doch recht?

"Ausländer, die keine Ausländer mehr sind, denn sonst könnten sie nicht, wählen uns, also sind wir nicht ausländerfeindlich."

„Ausländer, die keine Ausländer mehr sind, denn sonst könnten sie nicht wählen, wählen uns, also sind wir nicht ausländerfeindlich.“

Endlich einmal ein Kōan, der den Kopf so richtig explodieren lässt.

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