Über die Thematikenverwandtschaft

Einbrüche sind Scheiße, wenn man das Opfer ist.

Nicht nur, dass liebgewonnene Gegenstände entwendet, und Haus oder Wohnung verwüstet werden. Neben dem materiellen Schaden bleibt auch noch der unerwünschte Eingriff in die Privatsphäre, der einmal verdaut werden muss.

Solcherart geschah’s dem ehemaligen Fünfer, gerne auch Publikumsliebling genannt, oder auch Promi. Der griff auch gleich zur Feder, oder zur Taste, und schrieb sich seinen Ärger von der Seele.

Im Laufe des längeren Textes entglitt ihm derselbe jedoch, und rasch gelang ihm der Bogen vom ausländischen Hintergrund (nachträglich in einem Kommentar erläutert) über EU- und Banken-Bashing hin zu den Mitstreitern der Bettlermafia.

Es kam wie es kommen musste: ein Scheißsturm von links, Jubel und Unterstützung von rechts, bis dato 1200 Kommentare, manche gschmackiger, manche weniger.

Und auch die Partei, die einige in Analogie zur Melonenmetapher gelegentlich Solettis nennen, vereinnahmte das Einbruchsdrama und teilt, was das Zeug hält.

So weit, so gut, so normal.

Dass auch eine Pegida Österreich, also die Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes, auf den Zug aufsprang, war dann doch überraschend, denn Ausländisch mag man ja vom Hören erkennen, aber Islamisierendes? Wie klingt Islamisch?

Ein lesenswerter Beitrag des österreichischen Schauspielers Gerald Pichowetz, welcher Opfer der verfehlten Einwanderungspolitik wurde.

Und wie klingt Einwanderungsausländisch?

Also frugen wir nach, und es entspann sich ein interessantes Gespräch, wie ein Einbruch, egal ob ausländisch verübt oder nicht, nun denn zum Kampf gegen die Islamisierung Europas passe.

"Themenverwandtschaft"

„Themenverwandtschaft“

Gut, nun wissen wir also: durch Ausländer verübte Einbrüche fallen in das Gebiet „Migranten und Asylbewerber„, ein Teilgebiet der nicht-immer-islamischen Islamisierung, genauso wie sie in den Themenkomplex „Einwanderungspolitik“ passen. Und zwar deshalb, weil sie ins Abseits geschoben gedrängt werden. Gemeint waren die Themen, aber den Menschen passiert das auch.

Der letzte Kommentar bzgl eines Herrn Bachmann bezog sich übrigens auf einen Mann, von dem die allwissende Müllhalde derzeit behauptet

Bachmann wurde wegen Einbruch, Diebstahl, falscher Verdächtigung, Anstiftung zur Falschaussage, Verletzung der Unterhaltspflicht, Trunkenheit am Steuer und Körperverletzung strafrechlich belangt. 1998 wurde er wegen Einbruchs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Er entzog sich der Justiz und flüchtete nach Südafrika. Nach drei Jahren spürte ihn die dortige Einwanderungsbehörde auf und wies ihn aus. Nach zwei Jahren Haft in Deutschland wurde er wegen guter Führung entlassen. 2008 wurden bei ihm 40 Gramm Kokain und ein weiteres Mal 54 Gramm gefunden. Bachmann wurde hierfür zu einer weiteren Haftstrafe verurteilt, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die Bewährung läuft im Februar 2015 aus.

und die wiederum beruft sich auf die Süddeutsche, den Tagesspiegel, die Frankfurter Allgemeine, Deutsche Welle, und Spiegel Online.

Und dort wiederum fällt der Artikel in die Themenbereiche Politik, Inland, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Ausländerfeindlichkeit, Rechtspopulismus, Kriminalität.

Diese Medien immer!

Leider leider aber wurde die Frage nicht beantwortet. Denn ein krimineller Deutscher wäre ja hierzulande ein krimineller Ausländer, und wie mit dem zu verfahren wäre – aus Pegida-Sicht, hätte uns doch auch interessiert.

So, das könnte es gewesen sein. War es aber nicht. Es musste sich noch jemand einmischen.

Stauni und die "selbst ernannten Gutmenschen"

Stauni und die „selbst ernannten Gutmenschen“

Stauni, der selbst ernannte Aufdecker des Offensichtlichen, erkennt heraushängende Gutmenschen, wo immer sie ihm über den Weg laufen. Wiewohl wir uns selbst garnicht ernannt haben – das übernehmen immer einschlägige Andere – bitteschön am Floskelvokabular zu feilen, es rostet sonst.

Wir fürchten aber fast, er bestand nicht wirklich auf einer Antwort, denn kurz nach Verfassen ebenderselben obenabgebildeten wurden wir höchstpersönlich blockiert. Schande!

Schön zu beobachten war wieder die typisch rechte, sind wir versucht zu sagen, weil wir ja so von Vorurteilen gepackt sind, Kommunikationstechnik:

  • Ausweichen
  • Ignorieren
  • Blockieren

Denn genau das passierte nach 2 Stunden „Bedenkzeit“: wir wurden gesperrt, der Kommentar samt Antworten somit entfernt.

Dass aber so ein abstruser Schwachsinn wie dieser Kommentar

USA, MultiKulti, Umvolken, Mischen

USA, MultiKulti, Umvolken, Mischen

nach wie vor dort stehenbleiben darf, illustriert die Ausrichtung der Seite wohl auch sehr schön. Neben den diversen Empfehlungen von diversen FPÖ-Seiten.

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2 Antworten zu Über die Thematikenverwandtschaft

  1. Pingback: Über die Glaubenskriege | Dominik Lagushkin

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