Von einer Geschichte vom Heinrich aus Effenland

Immer wieder finden wir Texte, die leider auf Facebook verloren gehen würden, weshalb wir fortan in der Reihe “Von …” einige davon retten wollen.

Vorsicht Satire! Jede Ähnlichkeit mit existierenden Personen liegt in der Interpretation der RezipientInnen.

Eine Geschichte vom Heinrich aus Effenland

Der kleine autochthone Heinrich mit Nähe zu nationalsozialistischen Gedankengut marschierte durch ein magisches Örtchen mit dem wunderbaren Namen Phyra.

"Phyra". Quelle FB/Ambichl

„Phyra“. Quelle FB/Ambichl (link)

Seine Lederhoden schwangen frei in seiner Krachledernen, sein tragbares Musikabspielgerät beschallte seine Ohren mit der traditionsreichsten und schönsten Hymne der Welt, natürlich gesungen von einem Volxmusiker ganz ohne Töchter. In der Öffentlichkeit vermied er es, Rapidlieder zu hören, da sie ein unwillkürliches Zucken seines rechten Armes hervorriefen, für das er keine Erklärung hatte.

Im Grunde seines wackeren Herzens gefiel ihm das recht(s) gut, es erinnerte ihn an seine Jugend voller harmloser Gotchaspiele und Pfadfindertreffen mit lauter braven Burschen. Aber das gestand er sich nur ein, wenn er allein auf den schneebedeckten Sandbergen seines Lieblingsbierzeltes Ibiza ein oder zwei – ganz ungestellte – Schnappschüsse mit der transportablen Telefonkamera von sich selbst schoss.

Disco-King "Team Ibiza". (c) BGHCneg

Disco-King „Team Ibiza“. (c) BGHCneg

So in Eintracht mit sich und der Natur wanderte er in Richtung Loosdoof, um dort die singende Sabine zu treffen und ihr bei einer wichtigen Aufgabe zu helfen, die höchste Konzentration erforderte.

Los, doof!

Los, doof!

Gemeinsam wollten sie ein öffentlichkeitswirksames Projekt des großen Retters des Meierhoflandes Zipfl unterstützen. Es erforderte kicklsche Lyrik und rederschen Sachverstand, um einen elektronischen Brief von allerhöchster Brisanz zu verfassen und sogleich der Öffentlichkeit die Wichtigkeit eben dieses zu verdeutlichen.

Unsere Mistkübel für unsere Leute

Unsere Mistkübel für unsere Leute

So vor sich hin einen zackigen Stechschritt praktizierend erreichte er langsam, aber sicher die ersten Ausläufer der Weltmetropole Mödling.

Nach 18 Stunden unablässigen Marsches – dank regelmäßiger Häppchen feinster kolumbianischer Fliegerbonbons war er noch immer Augenring – und faltenlos, jahrelangem Partytraining sei Dank- erreichte er das weltberühmte Café Prückel. Bevor er dieses Weltkulturerbe der Traditionsbewahrung betrat, versicherte er sich im Weltnetz, dass es nicht inzwischen von der weltweit agierenden Homolobby unterwandert war.

"Wir sind Prückel" - mahdaliksche Poesie, von uns allen bezahlt

„Wir sind Prückel“ – mahdaliksche Poesie, von uns allen bezahlt

Nicht umsonst warnte man derzeit lautstark vor femofaschistoiden Attacken auf altehrwürdige Institutionen! Toleranz war seines Erachtens mittlerweile nicht nur eine Angstvorstellung des gemeinen Wutbürgers, nein, er empfand es fast schon als gelebte Praxis des linxlinken Gutmenschentums.

Anführungszeichengutmenschen gegen "unsere" Kultur?

Anführungszeichengutmenschen gegen „unsere“ Kultur?

Aber nicht so hier, im Land der Nikolotradition, ganz sorgenfrei konnte er sich in die Lokalität begeben, sein Freund Höhlenbart befand sich überraschend und zu seiner großen Freude schon im Gastraum und bestellte just 3 Bier.

"Christkindel". FB-Gruppe "Ich bin für den Nikolo"

„Christkindel“. FB-Gruppe „Ich bin für den Nikolo“

Kaum hatten sie die fälligen 88 Schillinge dafür gezahlt, vertieften sie sich sogleich in ein befruchtendes Gespräch über ihren gemeinsamen Freund Arschbacher, der dank seiner neuen Arbeit als Erd- und Höhlenmensch in der Lage war, sich ein ausgezeichnetes Fahrzeug teutonischer Wertarbeit leisten zu können. Hatten sie noch gedacht, seine poetische Ader sei brotlose Kunst und verführe Kritiker seiner geistigen Ergüsse, sich über ihn lustig zu machen, belehrte er sie so also eines Besseren und nötigte ihnen einigen Respekt ab.

Man könnte meinen, die zwei würden Rot vor Zorn oder Grün vor Neid, aber nicht so die zwei standhaften Mannsbilder, die sich schlicht freuten, dass er nicht nur das Blaue vom Himmel versprochen hatte.

Sprachschützer mit Orthographieproblemen. (c)BGHCneg

Sprachschützer mit Orthographieproblemen. (c)BGHCneg

Plötzlich erhielt der stramme Heinrich eine Nachricht auf sein mobiles Telefon. Die Tochter der Chefredakteurin eines Mediums der Systempresse schrieb in einigermaßen ‪#‎erstaunlichem‬ Kauderwelsch, dass es ihn fast winterisch schauderte. Die Nachricht handelte von Streichen dummer, pennaler Burschenschafter, die man nicht überzubewerten habe. Überspitzt formuliert distanzierten sie sich nicht von einem alten Zausel, der sich nicht vom Nationalsozialismus distanzierte. Das dürfte man nicht sagen, dass der zum Teil schlecht war.

Kampl kandidiert trotz NS Sager   Wiener Zeitung Online

Für den wackeren Heinrich, der von fast allen Frauen im Land heiß verehrt wurde, handelte es sich hier ganz klar um einen Einzelfall. Postwendend richtete er das Wort hilfesuchend an den noch wackereren Höhlenbart, den er ein klitzekleinwenig darum beneidete, dass seine Stirn noch straffer war, als seine Augenringe am frühen Morgen.

Unsere Partys für unsere Leut

Unsere Partys für unsere Leut

Wie immer wusste der sich jedoch stramm hinter ihn zu stellen, wie es sich für (r)echte Recken gehört. Dem Höhlenbart war sofort klar: hier kann es sich nur um eine Verschwörung des Negerkonglomerats handeln, dessen Frauen sich durch nutto 4-5 Kinder jährlich stetig mit einer Geburtenrate von 18,88 Kindern bretto fortpflanzten.

Mehr Nutto vom Bretto

Mehr Nutto vom Bretto

 

In Saus und Braus lebten die in ihren – mit 8137€ Kindergeld monatlich pro – von bulgarischen Studentinnen geborenem – Kind – finanzierten BMWs. Außerdem unterstützt naturgemäß von den linxgrünen Kifferzecken, da sie ihnen die Drogen günstiger verkauften, als einheimische Qualitätsdealer, wie man es von interkranden Auslentan gewohnt ist.

Der aufrechte Heinrich war sich nicht sicher, ob er diese Theorie so aussenden konnte, oder ob noch einige Recherchearbeit durch seinen investigativen Glatzenschlumpf erforderlich war. Skandale wollen schließlich gut belegt sein, unangreifbar für die Systemmedien des schwarzrotgrünen Gutmenschenordens!

Er wandte sich an die einzig wichtige Institution in seinem Universum der Macht, an eine Gesichtsbuchgruppe, die von der holden Kaiserin Blockadette – einer Walküre gleich, von Sachlichkeitsgebotskreuzrittern und sandreanischen Heulern begleitet – durch Sturm und Drang geführt wurde.

Übermütige Patrioten gegen das Sachlichkeitsgebot im Abendland

Übermütige Patrioten gegen das Sachlichkeitsgebot im Abendland

 

Doch, wie es das Karma wollte, hatte er einst den Königstiger des doeschligen Wimmertittenordens verärgert, ihm die Aufnahme in seinen elitären Kreis der Bundesmeisterbürgerkanzleranwärterfreunde verwehrt und hoffte nun auf die theresianisch-sandreanischen Spitzfindigkeits-Qualitäten vergeblich.

 

 

So blieb ihm vorerst nur, auf die Macht der Chemtrails zu hoffen und an Papas Zigarre zu ziehen.

Doch plötzlich kam es ihm wie eine christlich-jüdisch-abendländisch-göttliche Eingebung, er hatte noch die Ragnitzer Wilden Sieben in der Hinterhand, um ihn durch den Chaos-Verkehr zu geleiten, den ihm das Handy ausländischer Produktion bescherte. Es schrieb wahllos Verben groß und Nomen klein, als hätte es ein Eigenleben. Er befürchtete, durch die falsche Bedienung könne versehentlich gar die Umvolkung des Effenlandes gestartet werden, was unbedingt zu verhindern war.

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Kraft der schicken Burschen aus Ragnitz gelang es Heinrich, durch den rechtsdrehenden Kreisverkehr in Heidenreichstein zu kommen, der eigentlich linkssozialistisch herum dreht (wie der Name schon sagt, die Ideologie dahinter ist von untergeordneter Bedeutung und – das sollte man doch wohl noch sagen dürfen – sollte dringend vergessen oder revisionistisch überarbeitet werden).

Umringt von «Stojer-Stojer»–skandierenden, glücklicherweise brav integrierenden Serbinnen und unzähligen Paulis und Franzls des braunen unterirdischen Reiches erreichte Heinrich dann schließlich das Ziel seiner Reise, das Hauptquartier der Lügenpresse.

Dort erwartete ihn sein Knappe Kräuschen, der seine separierten Ausländerklassen, die jeder Integration spotteten, als Gefolge im Gepäck hatte. Versehentlich standen sie zunächst hinter einem Transparent der nichtsnutzigen Idiotären Separatisten. Dieses Mißverständnis konnte allerdings –Gott vergelt’s- schnell aufgelöst werden, man kann schließlich gute Bekannte nicht immer und überall erkennen, selbst die Freundinnen der Transparentehalter laufen dort nur ungewollt mit.

"Plattform gegen Rechts": der Zufall der ausdrücklichen Einladung

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Natürlich wurde es für den tapferen Heinrich ein innerer Reichsparteitag, dem Oberhaupt der gleichgeschalteten Medien – Ritter der Belesenen und Gebildeteten Armin von und zu Wolf – seine Begründung dieses bedauerlichen Einzelfalls direkt ins Gesicht speien zu können, natürlich hatte die unverschämte, weil beharrliche Nachfragerei des ungeschulten Moderatorenpersonals keinerlei Aussicht auf Erfolg und konnte den cleveren Heinrich nicht auf’s Glatteis führen. Die ganze Welt durfte an Geistesgröße und guter Selbsteinschätzung teilhaben.

Und wie es sich für einen echten Heinrich aus dem wunderschönen St.Rache gehört, verdrehte er so erfolgreich jede Frage des Wolfs in eine lächerliche und nichtssagende Aussage, dass es dem Patridiotenwahlvolk eine wahre Freude war und die ganze linke Gutmenschenschickeria kopfschüttelnd der Grammatikverzweiflung und Rechtschreibwut anheim fiel.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann sind sie heute noch Bademeister und Hofburgkellner.

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