Über die Nachträge zum Jahreswechsel

Den exekutiven Herausforderungen der so genannten Rettungsgasse war einer der ersten Artikel hierzublog gewidmet, und wir bemerken beim Raussuchen gerade, dass dort schon nachgetragen wurde.

Nun, quasi als Nachtrag des damals anlässlich einer Rechnungshofrüge schon angehängten Nachtrags, berichtet der Kurier am 12.1.’15 (und mit ihm der Standard), geheime Papiere belegten die damals als Hauptgrund genannte Zeitersparnis mittlerweile als Hörensagen:

„Einschätzungen von (deutschen) Kollegen, mit denen bei unterschiedlichen Anlässen gesprochen wurde“. Das reichte aus, als Grund für die Rettungsgasse groß verkündet und beworben zu werden.

Bis heute wurde keinerlei Zeitersparnis bei der Rettungszufahrt nachgewiesen. Auch der Rechnungshof fand keinen Beleg dafür, dass die Retter durch die mit Millionen Euro Steuergeld finanzierte Rettungsgasse schneller vor Ort sind als früher mit dem Pannenstreifen.

Na schau da an! Und überhaupt wäre es nur um einen Anlass gegangen, endlich wieder Werbeinserate unters Volk zu bringen. Um das Geld des beworbenen Volkes natürlich. Was uns wieder, wirklich ganz zufällig, an die Inseratenaffäre eines gewissen Bundeskanzler erinnert, die dann leider nicht mehr aufgeklärt werden konnte, weil der betreffende UA leider abgewürgt wurde. Außerdem war der Mann zuvor garnicht Verkehrsminister, sondern Infrastrukturminister – Glück gehabt.


„2015 wird unser freiheitliches Jahr“, zitieren die Zeitungen den Mann, der sein Neujahrstreffen nicht am Neujahrstag ansetzt, sondern erst 2 Wochen danach. Insofern interessant, als beispielsweise Dreikönigstreffen der ÖVP oder der FDP genau am Dreikönigstag stattfinden, und der Rieder Aschermittwoch auch immer am eponymen Feiertag.

"2015 wird unser freiheitliches Jahr."

„2015 wird unser freiheitliches Jahr.“

Wie dem auch sei, haben wir unlängst kommentiert, dass schon öfter Das Jahr ausgerufen wurde, auch wenn es sich dann gegen Jahresende nicht als Das Jahr herausgestellt hat. Also das Herausstellen war schon unterm Jahr, aber das Eingeständnis der erwartungswidrigen Entwicklung erfolgte erst, wenn schon alles zu spät und vorbei war.

Und sollten nächstes Jahr irgendwelche Wahlen anstehen, wird auch das nächste Jahr wieder Das Jahr. Jede Wette.


Die immer wiederkehrende Behauptung der Eine Million Wähler haben wir seinerzeit nicht belegt, sondern quasi selbst nur behauptet, wiewohl nach bestem Wissen und Gewissen.

Glücklicherweise wird das Argument so oft gebracht, dass man unwillkürlich drüber stolpert, wenn man nur einschlägig irgendwo mit dem Websurfbrett herumspazieren geht – vorzüglich in einwandfreiem Effisch:

"mehr als ca 1 mio Österreicher"

„mehr als ca 1 mio Österreicher“

Und das ausgerechnet von einem Politiker, der selbst einst Galgen für Politiker forderte. Was für ein Spaß!


Das verdrehte Dalai-Lama-Zitat wird wieder herumgereicht – was soll man machen. Sowohl die Blauen als auch die Idididingsidären beteiligen sich an der Ausschlachtung, wie vice berichtete.

Immerhin haben die Spaßvögel von freies-oesterreich sich endlich die Mühe gemacht, den Ursprüngen des Zitats nachzugehen, indem sie in den Quellen nachlesen, die wir aus der Weltnetzmüllhalde rausgefischt haben. Ein „Danke“ wäre noch ganz lieb gewesen, von mir aus auch „Спасибо!“.

Da kann man noch so viele schlaue Spruchbildleins ins Fäßbuck knallen,

Heinz-Christian und der innere Friede

Heinz-Christian und der innere Friede

Heinz-Christian und die verschwendeten Erklärungen

Heinz-Christian und die verschwendeten Erklärungen

Ihr habt den Dalai Lama einfach nicht verstanden, also hört auf, ihn für eure Zwecke zu missbrauchen!

Dalai Lama: promotion of human values

Dalai Lama: promotion of human values

Refugee Dalai Lama:  Living a meaningful life isn’t just a matter of money; it’s about dedicating your life to helping others

Refugee Dalai Lama: Living a meaningful life isn’t just a matter of money; it’s about dedicating your life to helping others

Und dann tun wir euch noch ein Geheimnis anvertrauen: Der Dalai Lama würde Grün wählen. Ätschibätsch!


Als unerwartet kontroversiell hat sich unser Artikel über das dem Herrn Silone unterstellte zugeschriebene Zitat

Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus» Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»

erwiesen. Frei nach dem Motto: „es gibt keine Beweise, aber ich glaube es war so, also war es so“. Das sind aber nicht die Spielregeln, die wir uns selbst beim Zitatejagen auferlegen. Wem das nicht passt, der darf gerne sein eigenes Blog mit unbelegten Zitaten aufmachen, und dort deren Echtheit behaupten, und argumentieren, was das Internet aushält. Und das hält erfahrungsgemäß viel aus.

Vielleicht hat alles mit allem garnichts zu tun, aber am 22.1.’15 fühlte sich der nächste Bürgermeister und Bundeskanzler und wasweißich berufen, die antifaschistischen Demonstrationen anlässlich des WKR-Balls, der nicht mehr WKR-Ball heißen darf, sondern irgendwie anders, berufen, sozial-medial zu verkünden

"Stiefeltruppen der SA"

„Stiefeltruppen der SA“

nur um dann nachzulegen

"SA? gängige Abkürzung"

„SA? gängige Abkürzung“

und stellte sich damit wieder einmal in das Eck, wo er nicht hingehören will.

Die Medien (egal ob Systemmedien, Revolverblatt, oder Lügenpresse) reagierten prompt, und titelten einstimmig

Strache greift zu Nazi-Vergleich

(kurier, orf,  news, heute, kleinezeitung, krone, tt)

In einem Interview mit österreich bekräftigt er seinen Vergleich

Seinen Vergleich der Anti-Akademikerball-Demonstranten mit der Hitler-SA bekräftigt er: „Ich habe Sie als das bezeichnet, was sie sind: Sozialistische Antifa – also abgekürzt SA.“

Do sixtas do hostas, wie der Lateiner sprach. Mal ganz abgesehen davon, dass sich die Sozialistische Partei 1991 in Sozialdemokratische umbenannt hat – aber so hat halt jeder seine Probleme, mit Neuerungen umzugehen.

Der einzige „man“, der „nun einmal so abkürzt“, den „man“ auf Anhieb in der Weltsuchmaschine findet, ist übrigens dieser Artikel auf kreuz-net.at, und dieser Umstand ist auch vice aufgefallen.

kreuz-net.at hat freilich nichts mit dem mittlerweile deaktivierten kreuz.net zu tun, von dem sich damals sogar die katholische Kirche distanzieren musste. Immerhin gibt es hier auf wordpress ein „Notfallblog„, falls mal wer vorbeischauen will: die Kirche ist „zu links“, Schwule „provozieren“, und Pedigaga ist super. Das Übliche halt.

Das Verhältnis von kreuz.net und kreuz-net.at wurde seinerzeit als „Trittbrettfahrer“ bezeichnet, aber was wissen wir schon. Und wer nach Impressen sucht, darf gerne fündig werden.

Liebe Leser, bitte gedanklich zu normalisieren

Liebe Leser, bitte gedanklich zu normalisieren

Anhand der Highlights aus besagtem Artikel

"Sozialistische Antifa (SA)"

„Sozialistische Antifa (SA)“

stellen wir uns die Frage nach der Stillen Post: flüstert kreuz-net.at an so genannte Couleur-Studenten, die an Burschenschafter, die an Burschenschafter bei den Freiheitlichen, und die Freiheitlichen dem Oberfreiheitlichen, und der haut dann in die Tasten? Oder ist Er der Vordenker, und die anderen schreiben ab? Oder beratschlagen sie gemeinsam den nächsten Eklat?

(Nebstbei erwähnt, der behauptete Millionenschaden aufgrund der Spur der Verwüstung, nachdem die Innenstadt in Schutt und Asche gelegt wurde, wurde im Zuge einer Anfragebeantwortung auf 70.000€ reduziert.)

Eine Neuauflage der Neuen Juden, wie andernorts behauptet? Wobei der Vergleich aber damals garnicht „so gemacht wurde„, denn, wir erinnern uns,

Hier wurden Dinge, Aussagen und Inhalte aus dem Zusammenhang gerissen und verdreht

Sachdienliche Hinweise wie immer gern erbeten. Auch darüber, wer diesmal reißt und dreht.

Aber vielleicht kommt ja „jemand“ einmal auf die Idee, „Strache-Anhänger“ mit SA zu abzukürzen, oder mit „Straches Schlümpfe“ analog zu verfahren – wenn dann der blaue Aufschrei käme, und der käme ganz gewiss – könnte man sich ja auf den „man“ berufen, der das „nun einmal so abkürzt“. Genial, gleich patentieren lassen!

Und während sein Scheffe Stiefeltruppen herbeiphantasiert, träumt der selbst ernannte Experte für „Höhlen- und Erdmenschen“ („überspitzt formuliert„) von der Bildung einer Bürgerwehr

Abgeordneter zum Nationalrat denkt über Bildung einer Bürgerwehr nach

Abgeordneter zum Nationalrat denkt über Bildung einer Bürgerwehr nach

Eid auf die Verfassung? Gewaltmonopol des Staates? Pah! Dann doch lieber Formulierungen, die man täglich weiter überspitzen kann.

Aber nach den Abschweifungen der Abschweifungen zurück zum Zitat:

Der Faschismus von heute ist der Faschismus

diagnostiziert die Schmetterlingssammlerin, und das lassen wir einmal so stehn.

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